Aufsuchende Jugendarbeitr ist die zentrale Komponente der Mobilen Jugendarbeit. Wir suchen männliche und weibliche Jugendliche regelmässig und verbindlich an ihren Treffs und in ihren sozialen Räumen auf, bauen Beziehungen zu ihnen auf und lernen ihre Lebenswelt kennen. Die Geh-Struktur baut Schwellenängste ab und stellt ein dauerhaftes, unkompliziertes und niederschwelliges Kontaktangebot dar. Aus diesem ergeben sich verschiedene Anknüpfungspunkte für Jugendprojekte, Präventionsarbeit sowie für die Beratung von Einzelnen und Gruppen.

Gruppen-/Cliquenarbeit in der Mobilen Jugendarbeit betont einen ressourcenorientierten und animatorischen Ansatz. In diesem Sinne nutzen wir das Potential einer Clique und entwickeln gemeinsam Projekte, wir bearbeiten diverse Themenschwerpunkte wie Gewalt, Rassismus, Sexualität etc. Die pädagogische und animatorische Arbeit orientiert sich an einer geschlechterbewussten Grundhaltung, welche die Auseinandersetzung mit dem eigenen und dem anderen Geschlecht ermöglicht.

Beratung erfordert Vertrauen und Vertrautheit. Entscheidend wirkt hier der Faktor Zeit, Zeit haben und Zeit lassen. Auf dieser Grundlage sowie aus der Situation des Aufsuchens ergeben sich vielfältige Anknüpfungspunkte für Sofort- und Einzelfallhilfe. Mobile Jugendarbeit ist niederschwellig angelegt und ist zunächst grundsätzlich für alle Fragen und Probleme offen, die junge Menschen mitbringen. Auf Wunsch der Jugendlichen kann auch eine Weitervermittlung an entsprechende Fachdienste erfolgen.

Durch Gemeinwesenarbeit wirken wir an einer engen Vernetzung und Zusammenarbeit von BewohnerInnen, Institutionen und relevanten Gruppen im Quartier mit. Parteilich vertreten wir Jugendliche in Vereinen und anderen Organisationen, so dass Ressourcen für Jugendliche genutzt und verbessert werden können. Projekte und Aktionen sollen in das Gemeinwesen integriert werden, um eine Ausgrenzung von Jugendcliquen aufzuhalten und die Kommunikation zwischen den Generationen zu fördern. Ebenfalls wollen wir das Gemeinwesen durch Öffentlichkeitsarbeit auf die Lebensbedingungen der Jugendlichen im Quartier aufmerksam machen. Weiter sehen wir uns in der Rolle als vermittelnde Instanz zwischen den Jugendlichen und den AnwohnerInnen, der Polizei, der Schule und anderen Institutionen im Quartier.

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