Die Klybeckbox
ein ehemaliger Baucontainer, hat ihren Standort auf dem gepachteten Grundstück der Aktienmühle (Kulturzentrum in Kleinhüningen) und wurde von zwei Jugendgruppen von November 2010 bis zum Frühsommer 2011 genutzt.

Ausgangslage
2010 trat eine Gruppe Jugendlicher aus Kleinhüningen mit dem Wunsch nach einem Jugendraum an die MJA/KB. Die MJA/KB begleitete und unterstützte die Jugendlichen in ihrem politischen Engagement für ihren Jugendraum. Dazu gehörte das Aufgleisen einer Petition und eine Anhörung vor der Petitionskommission im grossen Rat Basel-Stadt, welche positiv verlief: „Die Petitionskommission (…) kann die Abteilung Jugend, Familie und Sport in ihrer Absicht (…) auch den Jugendlichen bei der Suche nach eigenen Räumen behilflich sein zu wollen, nur unterstützen. (…) Die Petitionskommission bittet den Regierungsrat somit alles daran zu setzen, dass den Jugendlichen im Raum Klybeck schnellstmöglich ein geeigneter Raum zur Verfügung gestellt und damit ein Pilotprojekt gestartet werden kann (…).“ (Auszug aus der Petition P273 „Für einen Jugendtreff in Kleinhüningen). Infolgedessen setzten sich unterschiedliche Partner aus dem GWA für die Umsetzung eines „teilautonomen Jugendraums“ in Kleinhüningen ein. Auf dem Gelände der Aktienmühle wurde dieser sodann ermöglicht.
Die Stiftung Habitat ist Eigentümerin des Geländes/der Klybeckbox und war bereit, die Jugendlichen und ihr Projekt mit Hilfe der MJA zu unterstützen.

Rahmenbedingungen & Handlungsschritte
Zwischen der Stiftung Habitat und der MJA wurde eine Rollenteilung vereinbart; die MJA übernimmt die Aufgabe, die Prozesse in der Gruppe zu begleiten und das Team der Aktienmühle gewährt, in seiner Rolle als Verwalter, die Rahmenbedingungen. Die begleitende Rolle der MJA, wird von der Stiftung Habitat finanziert. Vom Erziehungsdepartment werden finanzielle Mittel für das Pilotprojekt zur Verfügung gestellt. Mit der „Initiativ – Gruppe“ sowie einer weiteren Gruppe wurde eine Probezeit von zwei Monaten vereinbart. Pro Gruppe zeichneten drei Jugendliche als Verantwortliche den Vertrag mit der Aktienmühle.

Umsetzung
Die Gruppen durften den Raum während der Probezeit an zwei Tagen pro Woche im Rahmen der Öffnungszeiten der Aktienmühle nutzen. Während der Probezeit war der zeitliche Rahmen für die Begleitung durch die MJA bei einer Stunde pro Woche angesetzt. In dieser Phase war das Aufbauen des gegenseitigen Vertrauens zwischen den Gruppen ein elementarer Prozess, welcher intensiv von der MJA begleitet wurde.
Die Gruppen übernahmen die Verantwortung für die Einrichtung und den Unterhalt des Containers zu gleichen Teilen. Nach der Probezeit erhielten beide Gruppen das Recht, die Klybeckbox auch ausserhalb der Öffnungszeiten der Aktienmühle zu nutzen. Die Begleitung durch die MJA wurde nach einem halben Jahr an das Team der Aktienmühle abgegeben. Die MJA KB steht für Interventionen und Mediationen auf Anfrage weiterhin zur Verfügung.

Aktuell
Zur Zeit wird die Klybeckbox nicht mehr von den beiden vorgenannten Gruppen genutzt. Durch den Wegfall der Begleitung beider Gruppen durch die MJA ist der Betreuungsaufwand für die Betreiber der Aktienmühle zu gross. Die Stiftung Habitat möchte den Raum zukünftig anderweitig nutzen, schliesst eine (zeitweise) erneute Nutzug durch Jugendliche aber nicht aus. In der momentanen Situation ist auch der Auftrag der Petitionskommission noch offen.